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Nährstoffe im Überblick

Alpha(α)-Liponsäure

Wofür ist α-Liponsäure wichtig?

Die α-Liponsäure ist eine vom Körper selbst gebildete Fettsäure, die eine wichtige Rolle beim Abbau von Nährstoffen und im Energiestoffwechsel spielt. Darüber hinaus ist sie ein effektives Antioxidans, das Freie Radikale abfangen kann.

Als Arzneimittel wird sie bei Nervenschmerzen eingesetzt. Neue Anwendungen werden erforscht, da α-Liponsäure den Energiehaushalt von Krebszellen beeinträchtigen und damit deren Untergang einleiten könnte. Auch bei verschiedenen Muskelerkrankungen (z.B. Post-Polio-Syndrom) gibt es aussichtsreiche Therapieansätze.

Mit welchen anderen Stoffen arbeitet α-Liponsäure im Körper zusammen?

α-Liponsäure kann andere verbrauchte Antioxidanzien wie Vitamin C, Vitamin E, Ubiquinon Q10 und Glutathion regenerieren.

Welche Nahrungsmittel enthalten α-Liponsäure?

Aus der Nahrung werden nur kleine Mengen aufgenommen, hier vor allem aus Spinat, Kartoffeln und rotem Fleisch.

Carnitin

Wofür ist Carnitin wichtig?

Carnitin hat eine essenzielle Funktion im Fettstoffwechsel.

Der Carnitin-Tagesbedarf eines Erwachsenen wird auf 50–300 mg geschätzt. Durch die körpereigene Synthese wird der Carnitin-Bedarf unseres Organismus nur zu etwa 10–30 % gedeckt. Der größte Teil muss über die Nahrung aufgenommen werden.

Mit welchen anderen Stoffen arbeitet Carnitin im Körper zusammen?

Carnitin kann nur dann ausreichend von unserem Körper gebildet werden, wenn die Cofaktoren Eisen, Vitamin C, Vitamin B3 (Niacinamid) und Vitamin B6 (Pyridoxin) ausreichend zur Verfügung stehen bzw. dem Stoffwechsel zugeführt werden.

Welche Nahrungsmittel enthalten Carnitin?

Carnitin kommt hauptsächlich in Fleisch vor.
Milchprodukte, Eier sowie pflanzliche Nahrungsmittel enthalten nur sehr wenig Carnitin.

ChromIII

Wofür ist ChromIII wichtig?

Das Spurenelement ChromIII ist in den letzten Jahren besonders intensiv in der Sportmedizin und der Diabetologie untersucht worden. Es ist an einem der wichtigsten Prozesse der Energiebereitstellung beteiligt, und zwar:

  • an der Steuerung der Glukoseaufnahme in die Zelle
  • für einen optimalen Insulinspiegel sowie einen funktionstüchtigen Fettstoffwechsel
  • für eine gute Kohlenhydrat- und Fettverwertung statt unerwünschtem Fetteinbau

Aus der Fortpflanzungsmedizin ist bekannt, dass Chrom-Mangel die Spermienbildung in den Keimdrüsen hemmt.

Welche Nahrungsmittel enthalten ChromIII?

ChromIII ist, wenn auch nur in geringen Mengen, in Fleisch, Fisch & Schalentieren, Eiern, Vollkornzerealien, Nüssen und einigen Obst- und Gemüsesorten (u.a. Birnen, Tomaten, Pilzen, Brokkoli) enthalten.

Creatin

Wofür ist Creatin wichtig?

Creatin ist eine organische Säure, die u.a. zur Versorgung der Muskelzellen mit Energie beiträgt. Aus Creatin und ATP (Adenosintriphosphat) wird Creatinphosphat synthetisiert, welches dann als Energiedepot in der Muskulatur fungiert. Dadurch kann die Muskulatur über einen längeren Zeitraum hinweg Leistung erbringen, ohne schnell zu übersäuern. Im Muskel gespeichertes Creatinphosphat ist auch für den Blutzuckerspiegel wichtig: Es verstärkt die blutzuckersenkende (= hypoglykämische) Wirkung von Insulin und steigert dadurch die Aufnahme von Zucker in die Muskeln, wo er als Energiequelle benötigt wird.

Der Körper benötigt etwa 2g Creatin täglich, die Hälfte davon stellt der Körper selbst her, der Rest muss über die Nahrung aufgenommen werden.

Welche Nahrungsmittel enthalten Creatin?

Natürliche Creatinquellen sind rotes Muskelfleisch und Fisch (ca. 4–8g/kg).

Vegetarier sollten auf ausreichende Zufuhr aus anderen Quellen achten!

Kupfer

Wofür ist Kupfer wichtig?

Als zentraler Bestandteil von vielen Enzymen erfüllt Kupfer wichtige Funktionen im Organismus, u.a.:

  • bei der Energiegewinnung in den Mitochondrien
  • als Schutz vor Freien Radikalen
  • im Immunsystem
  • bei der Bildung roter Blutkörperchen

Kupfermangel führt bei Kindern zu einer besonderen Art der Blutarmut („hypochrome Anämie mit Reifungsstörungen myeloischer Zellen“). Außerdem führt ein Mangel allgemein zu einem unerwünschten Anstieg des Gesamt- und LDL-Cholesterins (auch als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet).

Mit welchen anderen Stoffen hängt Kupfer zusammen?

Eine gleichzeitige, sehr hochdosierte Eisen- oder Zinkgabe kann die Resorption von Kupfer stören.

Welche Nahrungsmittel enthalten Kupfer?

In der Natur kommt Kupfer in Leber, Niere, Schellfisch, Hülsenfrüchten und Nüssen vor. Aus der Nahrung wird Kupfer unterschiedlich aufgenommen: aus Muttermilch zu ca. 75 %, aus Kuhmilch nur zu ca. 23 %.

Magnesium

Wofür ist Magnesium wichtig?

Magnesium ist als Mineralstoff für einen reibungslosen Ablauf zahlreicher Vorgänge in unserem Stoffwechsel unentbehrlich. Da der menschliche Körper nicht in der Lage ist, es selbstständig zu produzieren, ist eine ausreichende Zufuhr über die Nahrung sehr wichtig.

Neben Ubiquinon Q10, Vitamin B2 (Riboflavin) und Vitamin B3 (Niacinamid) spielt Magnesium u.a. eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel in den Mitochondrien. Zudem unterstützt es die Funktion des Nervensystems und ist als Anti-Stress-Hormon für ein starkes Nervenkostüm von hoher Bedeutung. Auch für eine gesunde Muskelfunktion, v.a. bei sportlich aktiven Menschen, ist Magnesium essenziell.

Welche Nahrungsmittel enthalten Magnesium?

Magnesium ist v.a. enthalten in Weizenkeimen, Leinsamen und Kakaopulver, aber auch in Hülsenfrüchten, Obst, Vollkorn- und Milchprodukten, Petersilie, Spinat, Spargel und Rhabarber.

ManganII

Wofür ist ManganII wichtig?

ManganII ist ein für alle Lebewesen essenzielles Element, das vor allem in den Knochen, in der Leber, Bauchspeicheldrüse und Niere gespeichert wird. Eine große Bedeutung hat ManganII als unverzichtbarer Bestandteil eines Enzyms, das als Antioxidans den Zell- und Membranschutz zur Aufgabe hat.

Darüber hinaus hat ManganII in unserem Organismus weitere wichtige Funktionen (mitochondriale Superoxiddismutase). Es ist am Auf- und Abbau von Eiweiß und Fettsäuren beteiligt und spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel der Nerven und im Kohlenhydrat-Stoffwechsel. Es ist beteiligt an der Bildung von Harnstoff und leistet somit einen wichtigen Beitrag bei der Entgiftung von Stoffwechselabbauprodukten. Es fördert den Aufbau des Knochen-, Knorpel- und Bindegewebes und ist beteiligt an der Synthese von Cholesterin und damit auch Vitamin D3. Zusammen mit Zink fördert es die Bildung gesunder Schleimhäute und trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.

Welche Nahrungsmittel enthalten ManganII?

ManganII kommt vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Vollkornprodukte, Keimlinge, grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Obst enthalten besonders viel Mangan. Fleisch, Milch und Milchprodukte enthalten dagegen nur wenig Mangan.

Omega-3-Fettsäuren

Wofür sind Omega-3-Fettsäuren wichtig?

Omega-3-Fettsäuren haben eine wichtige Funktion in Bezug auf die richtige Zusammensetzung der Blutfette und damit auf die Fließeigenschaft des Blutes sowie die allgemeine Durchblutung (durch Bildung gefäßerweiternder Gewebshormone). Weiterhin werden Omega-3-Fettsäuren für den Blutdruck, das Immunsystem, unseren Hautstoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System, die Hirn- und Gedächtnisleistung sowie für die Flexibilität der Zellmembranen benötigt. Sie sind also essenziell und müssen mit der Nahrung zugeführt werden.

Welche Nahrungsmittel enthalten Omega-3-Fettsäuren?

Wichtige Nahrungsquellen für Omega-3-Fettsäuren sind bestimmte Pflanzenöle wie Raps-, Lein-, Walnuss- und Sojaöl sowie wilde Kaltwasser-Hochseefische wie Makrelen, Sardinen, Sardellen (Anchovis), Lachse und Thunfische.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich 1,2 – 1,5g Omega-3-Fettsäuren zu verzehren. Tatsächlich beträgt die Aufnahme mit der Ernährung durchschnittlich nur maximal 0,4g. Verstärkt wird die mangelhafte Versorgung unseres Organismus durch die übermäßige Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren (z.B. aus tierischen und pflanzlichen Fetten), die mit den Omega-3-Fettsäuren in unserem Körper konkurrieren. Daher ist ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren von 1:5 wichtig. Tatsächlich hat sich dieses Verhältnis durch unsere Lebensgewohnheiten aber zu einem Ungleichgewicht von 1:10 bis 1:20 verschoben.

Omega-3-Fettsäuren, gewonnen aus Kaltwasser-Hochseefischen, erweisen sich als besonders sinnvoll. Im Gegensatz zu Fischölen aus gezüchteten Fischen sind diese frei von Antibiotika und Wachstumshormonen.

Selen

Wofür ist Selen wichtig?

Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das die Wirkung schädigender Substanzen wie die Freien Radikale verringern, sie unschädlich machen und so das Immunsystem stärken kann. Es ist wichtig für eine normal funktionierende Schilddrüse und für die Spermienbildung. Zudem hemmt es die Zellteilung vieler bösartiger Zellen und hat in Wechselwirkung mit bestimmten Gewebshormonen eine antientzündliche Wirkung.

Erhöhter Bedarf an Selen wird u.a. bei folgenden Ereignissen / Erkrankungen in der Fachliteratur beschrieben: 2

  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Schwangerschaft & Stillzeit
  • vegetarische / vegane Ernährung
  • AIDS
  • Hepatitis
  • Krebs
  • Herzinfarkt
  • Rheuma
  • Niereninsuffizienz

Ein Selenmangel kann sich durch Müdigkeit, depressive Verstimmung und/oder Infektanfälligkeit äußern.

Mit welchen anderen Stoffen arbeitet Selen im Körper zusammen?

Selen ist in Verbindung mit einem weiteren Enzym unabdingbar für die Umwandlung von verbrauchtem, oxidiertem Q10 zurück in seine aktive, antioxidative Form Ubiquinol.

Selen und ZinkII konkurrieren im Körper um den gleichen Transporter. Daher sollten diese beiden Substanzen mit einem Abstand von mindestens 30min eingenommen werden.

Welche Nahrungsmittel enthalten Selen?

Selen ist v.a. enthalten in Fleisch, Fisch und Krustentieren, Milchprodukten, Eiern, Nüssen, Spargel, Linsen und Soja.

Zu beachten ist, dass wir viele Bodengebiete Europas heute als Selenmangelregionen ansehen können. Diese Tatsache betrifft nicht nur direkt das Getreide, sondern auch indirekt die Nutztiere, die mit diesem selenarmen Getreide gefüttert werden. Anstelle der international eingeschätzten notwendigen 120 – 150 μg Selen nehmen wir dadurch in Mitteleuropa nur etwa 50 – 70 μg mit unserer täglichen Nahrung auf.

2 Q10 - Die Erfolgsgeschichte eines Vitalstoffes; Dr. med. Weber; 2009

Taurin

Wofür ist Taurin wichtig?

Taurin spielt bei der Entwicklung des Muskel- und Nervensystems eine Rolle. Der Organismus benötigt es auch für die Bildung von Gallensäuren, die für die Fettverdauung notwendig sind. Taurin ist als Radikalfänger an Entgiftungsprozessen beteiligt und scheint durch eine Steigerung des Acetylcholingehaltes (Neurotransmitter) auch die Denkleistung anzuregen. Im menschlichen Auge ist es für die Bildung und den Erhalt intakter Lichtrezeptoren notwendig.

Mit welchen anderen Stoffen hängt Taurin zusammen?

Taurin kann vom Organismus unter Vitamin B6 (Pyridoxin)-Verbrauch selbst hergestellt werden.

Welche Nahrungsmittel enthalten Taurin?

Nahrungsquellen für Taurin sind Fisch, Fleisch und in geringerem Maß auch Milchprodukte. Säuglinge werden durch die Muttermilch mit Taurin versorgt.

Ubiquinon Q10

Wofür ist Q10 wichtig?

Q10 ist von Natur aus in allen menschlichen Zellen vorhanden. Q10 ist eine unabdingbare Voraussetzung für den zellulären Energiegewinnungs-Prozess (ca. 85% der gesamten Körperenergie werden dabei bereitgestellt) und damit unentbehrlich für die Gesunderhaltung des menschlichen Körpers. Die Organe mit dem höchsten Energiebedarf, wie z.B. das Herz, weisen die höchsten Q10-Konzentrationen auf.

Über die Vermittlung der Energiebildung hinaus hat Q10 noch weitere wichtige und gut untersuchte Eigenschaften. Zum Beispiel neutralisiert es Freie Radikale und trägt damit zur Gesundheit bei.

Der Q10-Verbrauch eines Menschen richtet sich nach dessen individuellen Gegebenheiten und Lebensumständen. Bei erhöhtem Bedarf aufgrund psychischer und körperlicher Belastungen und v.a. auch bei Krankheiten kann schnell ein Q10-Mangel entstehen. Einige Medikamente, wie bspw. Statine, können den Q10-Spiegel gefährlich senken. Als Faustregel gilt, dass sich der Grundbedarf mit jeder zusätzlichen Belastung erhöht.

Zudem kann der Körper mit zunehmendem Alter immer weniger und schwerer eigenständig Q10 produzieren, worauf auch der natürliche Alterungsprozess zurückgeführt werden kann.

Entscheidend ist, jederzeit eine ausreichende Q10-Menge im Körper zu haben, um auch für unvorhergesehene Belastungen gewappnet zu sein.

Bei vielen Krankheiten konnte nachweislich ein verminderter Q10-Spiegel festgestellt werden. So u.a. bei

  • Diabetes
  • Krebs
  • Tinnitus
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Bluthochdruck
  • MS
  • Chronischem Müdigkeitssyndrom (CFS)
  • Parodontitis
  • Migräne

Q10 liegt in menschlichen Zellen sowohl in reduzierter, antioxidativ wirksamer Form als Ubiquinol, als auch in oxidierter Form als Ubiquinon vor. Das Verhältnis liegt bei Gesunden idealerweise bei 90:10.

Mit welchen anderen Stoffen arbeitet Q10 im Körper zusammen?

Wegen der Interaktion im Körper gehören Q10, Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B3 (Niacinamid), Vitamin B12 (Cobalamin), Vitamin E (Tocopherole) und Vitamin C untrennbar zusammen.

Unabdingbar für die zelluläre Umwandlung von Ubiquinon zu Ubiquinol sind ZinkII und Selen. Diese beiden Stoffe sind vor allem bei älteren Menschen meist nicht mehr ausreichend verfügbar und können über die Nahrung nur unzureichend aufgenommen werden.

Welche Nahrungsmittel enthalten Q10?

Q10 ist als Ubiquinon enthalten in Mandeln, Walnüssen, Oliven- und Rapsöl, grünem Gemüse, Zwiebeln, Kartoffeln und Soja sowie in öligem Fisch (Sardinen, Makrelen usw.). Allerdings überall nur in geringen, für das menschliche Zellsystem nicht ausreichenden Mengen.

ABER:
Starke Hitze beim Kochen kann diese geringen Mengen Q10 sogar zerstören!

Freie Radikale

Freie Radikale können sowohl exogenen (von außen) als auch endogenen (körpereigen) Ursprungs sein. Im gesunden Zustand stehen die Freien Radikale mit den Radikalenfängern (Antioxidantien; neutralisieren Freie Radikale) im Gleichgewicht. Verschiebt sich dieses Gleichgewicht zugunsten der Freien Radikale (z.B. durch Rauchen, Schadstoffe in Nahrungsmitteln, Luft und Wasser, hohe Anforderungen an mentale und körperliche Leitungsfähigkeit, psychischen oder physischen Stress), wird dies als oxidativer Stress bezeichnet. Oxidativer Stress ist wesentlich verantwortlich für die Entstehung und den Verlauf vieler chronischer Erkrankungen (z.B. Diabetes-Typ-2, Rheuma, Artheriosklerose).

Vitamin B1 (Thiamin)

Wofür ist Vitamin B1 wichtig?

Vitamin B1 ist beteiligt an der Energiegewinnung, dem Auf- und Abbau von Nährstoffen sowie der Nährstoffverwertung. Diabetiker haben einen erhöhten Vitamin B1-Bedarf,

Ein Mangel macht sich vor allem im Bereich der Nerven- und Herz-Kreislauf-Funktion bemerkbar. So gehören Störungen des Tastsinns, Nervenschmerzen, Fußbrennen, aber auch Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit und Aggressionen zu den beobachteten Symptomen. Aus diesem Grund hat der Volksmund Vitamin B1 den Namen „Gute-Laune-Vitamin“ gegeben.

Welche Nahrungsmittel enthalten Vitamin B1?

Vitamin B1 kommt in der Natur in vielen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor. Vor allem in Bierhefe, Sonnenblumenkernen, Weizenkeimen, Haferflocken, Macadamianüssen, Sojabohnen und Sesam.

Vitamin B2 (Riboflavin)

Wofür ist Vitamin B2 wichtig?

Dieses wasserlösliche Vitamin ist u.a. für eine gut funktionierende Energiegewinnung in den Mitochondrien wichtig.

Ein Vitamin B2-Mangel macht sich durch Hautprobleme, vor allem an Übergängen von der Haut zur Schleimhaut (z.B. durch rissige Mundwinkel u.ä.) sowie durch Konzentrationsstörungen bemerkbar. Bei vielen Beschwerdebildern werden niedrige Vitamin B2-Spiegel gemessen (z.B. bei Migräne-Patienten, in Stress-Situationen u.ä.), so dass hier eine ausreichende Zufuhr wichtig ist. Vitamin B2 arbeitet mit Ubiquinon Q10 bei der Energiegewinnung eng zusammen.

Welche Nahrungsmittel enthalten Vitamin B2?

Vitamin B2 kommt in Milch und Milchprodukten, Fisch, Muskelfleisch und Eiern, aber auch in Gemüse wie Broccoli, Spargel oder Spinat sowie in Vollkornprodukten vor.

Vitamin B3 (Niacinamid)

Wofür ist Vitamin B3 wichtig?


Vitamin B3 ist ein wasserlösliches Vitamin der B-Gruppe und ist an vielfältigen enzymatischen Reaktionen unseres Stoffwechsels und maßgeblich an der Energiebildung in den Mitochondrien beteiligt. Es spielt eine Rolle bei der Abwehr von Freien Radikalen, kann Nervenzellen schützen und ist für deren reibungsloses Funktionieren unerlässlich. Ausreichend Vitamin B3 kann somit zu einer dauerhaften Leistungsfähigkeit unserer Zellen beitragen.

Ein Mangel äußert sich u.a. durch Müdigkeit, Nervosität, Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwäche und Schlaflosigkeit.

Mit welchen anderen Stoffen arbeitet Vitamin B3 im Körper zusammen?


Vitamin B3 wirkt mit bei der Umwandlung von Q10 in seine aktive Form (Ubiquinol), die ebenfalls als Radikalfänger agiert. Darüber hinaus arbeitet es bei der Energiegewinnung mit Q10 zusammen.

Welche Nahrungsmittel enthalten Vitamin B3?


Vitamin B3 ist v.a. in Fleisch, Fisch und geröstetem Kaffe enthalten. Hier liegt es in ungebundener Form vor, wodurch eine fast 100%ige Resorption möglich ist. In Brot- und Backwaren sowie in pflanzlichen Lebensmitteln liegt es nur in gebundener Form vor, wodurch sich die Resorptionsquote auf höchstens 30% reduziert.

Menschen mit einem geringen Fleischkonsum und Vegetarier sollten also dringend darauf achten, die aufgrund der Ernährung fehlende Menge an Vitamin B3 zu substituieren!

Vitamin B6 (Pyridoxin)

Wofür ist Vitamin B6 wichtig?

Vitamin B6 ist am Aminosäure-Stoffwechsel sowie an der Synthese von Hämoglobin (roter Blutfarbstoff für den Sauerstofftransport) und von Neurotransmittern (Botenstoffe) wie Serotonin, Dopamin oder Noradrenalin beteiligt. Weiterhin erfüllt Vitamin B6 wichtige Aufgaben im Immunsystem, indem es die Produktion von Antikörpern anregt und die Reifung weißer Blutkörperchen (wichtig für die Immunabwehr) steigert.

Vitamin B6-Mangel kann zu Nervosität, erhöhter Reizbarkeit, geröteter, schuppiger Haut, Pigmentstörungen bis hin zu Anämie (Blutarmut) führen.

Welche Nahrungsmittel enthalten Vitamin B6?

Natürliche Vitamin B6-Quellen sind Bierhefe, Walnüsse, Hülsenfrüchte, Getreide, grünes Gemüse, Eigelb, Bananen, Geflügel und Fisch.

Vitamin B12 (Cobalamin)

Wofür ist Vitamin B12 wichtig?

Vitamin B12 ist ein lebensnotwendiges Vitamin, das der menschliche Körper nicht produzieren kann. Umso wichtiger ist es, dieses Vitamin von außen zuzuführen. Denn es ist für viele lebenswichtige Funktionen in unserem Körper unerlässlich, u.a. für:

  • die Q10 Biosynthese
  • die Bildung der roten Blutkörperchen
  • den Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettsäurestoffwechsel
  • die Funktion des Nervensystems
  • das Zellwachstum und der Zellteilung
  • die Regeneration der Schleimhäute
  • das antioxidative Schutzsystem

Vitamin B12-Mangel äußert sich in Anämie (Blutarmut) und unspezifischen Symptomen wie Kribbeln und Kältegefühl in Händen und Füßen, Erschöpfung und Schwächegefühl sowie Konzentrationsstörungen.

Welche Nahrungsmittel enthalten Vitamin B12?

Vitamin B12 kommt in größeren Konzentrationen v.a. in tierischen Lebensmitteln vor. Besonders Leber, Rind- und Schweinefleisch, Fische, Hühnereier sowie Milch und Milchprodukte enthalten viel Vitamin B12. Ebenso die Süßwasseralge „Spirulina platensis“.

Menschen mit einem geringen Fleischkonsum und Vegetarier sollten also dringend darauf achten, die aufgrund der Ernährung fehlende Menge an Vitamin B12 zu substituieren!

Vitamin C

Wofür ist Vitamin C wichtig?

Der Stellenwert des wasserlöslichen Vitamins C in unserem Abwehrsystem ist allgemein bekannt. Diese Ursubstanz übt jedoch im Körper noch vielfältigere lebenserhaltende Funktionen aus. Neueste Forschungen kommen zu der Erkenntnis, dass Vitamin C als Antioxidans und insbesondere als Cofaktor von Enzymen viel wichtiger ist, als bisher angenommen wurde. Vitamin C spielt biochemisch eine zentrale Rolle in der Überlebensstrategie menschlicher Zellen. Es ist für folgende Prozesse von Bedeutung:

  • Gefäßschutz
  • Immunabwehr
  • Schutz des Nervensystems
  • Bildung von Kollagen, der Grundsubstanz des Bindegewebes
  • Bildung von hypothalamischen Releasing Hormonen
  • Entgiftungsvorgänge
  • Bildung von Neurotransmittern (Botenstoffe)
  • Regenerationsvorgänge (v.a. nachts, im Ruhezustand)

Fachleute sind heute der Meinung, dass in bestimmten Fällen zur Deckung des körpereigenen Bedarfs täglich zusätzlich zur normalen Ernährung Vitamin C zugeführt werden sollte, um ideale Verhältnisse zu erreichen. „Der Mensch ist ein Vitamin C-Mangelwesen.“ (Linus Pauling)

Mit welchen anderen Stoffen arbeitet Vitamin C im Körper zusammen?

Wegen der gegenseitigen Regenerationsfähigkeit im Körper gehören Vitamin E (Tocopherole), Vitamin C und Q10 untrennbar zusammen.

Welche Nahrungsmittel enthalten Vitamin C?

Vitamin C ist vor allem in Obst und Gemüse enthalten. Dabei gilt, je frischer das Lebensmittel, desto höher der Vitamin C - Gehalt. Beim Obst sind besonders Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen hervorzuheben, beim Gemüse Paprika, Brokkoli und Grünkohl. Auch in Petersilie ist viel Vitamin C enthalten.

Vitamin D3

Wofür ist Vitamin D3 wichtig?

Vitamin D3 wird in allen Mitochondrien gebildet und ist das bedeutendste Vitamin der Gruppe von D-Vitaminen (D1 bis D5). Es erfüllt zahlreiche Funktionen in unserem Organismus, u.a. bei der Calciumaufnahme, der Aufrechterhaltung normaler Knochen- und Zahnstrukturen sowie der normalen Funktion der Muskeln und Zellteilung. Zudem trägt es zu der normalen Funktion des Immunsystems und einer gesunden Antwort auf Entzündungsprozesse bei. Als Antioxidans schützt Vitamin D3 vor der oxidativen Belastung durch Freie Radikale.

Die Vorstufe von Vitamin D3 wird in den Mitochondrien gebildet und in der Haut durch den ultravioletten Anteil (UVB) des Sonnenlichtes in Vitamin D3 umgewandelt. Vitamin D3 wird auch mit der Nahrung aufgenommen, wobei die Bedeutung der Zufuhr aus der Nahrung umso größer wird, je weniger Zeit der Mensch in der Sonne verbringt.

Welche Nahrungsmittel enthalten Vitamin D3?

Wichtige Nahrungsquellen sind u. a. Lebertran, fetter Fisch, Fleisch, Milchprodukte und Pilze.

Vitamin E (Tocopherole)

Wofür ist Vitamin E wichtig?

Der Körper setzt Vitamin E als Antioxidans zur Bekämpfung Freier Radikale ein. Darüber hinaus ist es entzündungshemmend und unterstützt die Immunabwehr.

Mangelerscheinungen machen sich durch Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Reizbarkeit, Leistungsschwäche, schlecht heilende Wunden und trockene, faltige Haut bemerkbar.

Mit welchen anderen Stoffen arbeitet Vitamin E im Körper zusammen?

Verbrauchtes Vitamin E regeneriert sich unter Verbrauch von Vitamin C und Ubiquinon Q10.

Welche Nahrungsmittel enthalten Vitamin E?

In der Natur kommt Vitamin E vor allem in pflanzlichen Ölen und Nüssen vor.

ZinkII

Wofür ist ZinkII wichtig?

ZinkII ist ein für den menschlichen Stoffwechsel essenziellen Spurenelement. Es ist an etwa 200 lebenswichtigen, durch Enzyme katalysierten Reaktionen beteiligt. Eine ausreichende Versorgung mit ZinkII ist die Voraussetzung für eine intakte, vitale Haut sowie für einen optimalen Wundheilungsprozess. Besonders wichtig ist es:

  • in der Schwangerschaft (ergänzende ZinkII-Zufuhr kann zusammen mit ärztlicher Beratung sinnvoll sein)
  • bei Diabetes-Typ-2 (zur Speicherung von Insulin in der Bauchspeicheldrüse ist auch ZinkII notwendig)
  • bei geschwächtem Immunsystem
  • für die Superoxiddismutase (SOD)

ZinkII wird an vielen Stellen im Körper benötigt, so dass sich ein Mangel durch zahlreiche, auch unterschwellige Anzeichen äußern kann. Sowohl die Immunabwehr als auch der Zustand von Haut und Haaren können betroffen sein.

Mit welchen anderen Stoffen arbeitet ZinkII im Körper zusammen zusammen?

ZinkII begünstigt die Umwandlung von Ubiquinon in die aktive, antioxidative Form von Q10, Ubiquinol.
ZinkII und Selen konkurrieren im Körper um denselben Transporter. Daher sollten diese beiden Substanzen mit einem Abstand von mindestens 30 Minuten eingenommen werden.

Welche Nahrungsmittel enthalten ZinkII?

ZinkII ist enthalten in rotem Fleisch, Meeresfrüchten, Käse, Walnüssen und Pilzen.